Zufriedene Mienen bei Alexander Schagerl (links) und Norbert Lautenschläger nach der Pressekonferenz in der Volksbank-Hauptstelle in Lauterbach.
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Zufriedene Mienen bei Alexander Schagerl (links) und Norbert Lautenschläger nach der Pressekonferenz in der Volksbank-Hauptstelle in Lauterbach.

Digitalisierung vorangeschritten

Krisenfest durch die Corona-Pandemie: Volksbank Lauterbach stellt Jahresbilanz 2020 vor

  • Bernd Götte
    vonBernd Götte
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Mit breitem Kreuz geht die Volksbank Lauterbach-Schlitz aus dem Geschäftsjahr 2020. Während der Bilanzpressekonferenz in Lauterbach verwiesen die Vorstände auf schwarze Zahlen in nahezu alle Bereichen. 

Lauterbach - Ganz verschonen wird die Corona-Pandemie aber auch die Volksbank Lauterbach-Schlitz nicht. Die Vorstände rechnen für das kommende Jahr mit Kreditausfällen. Aber für das vergangene Jahr präsentierten Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl fast nur erfreuliche Zahlen in der Jahresbilanz 2020.

Trotz Corona: Vorstände der Volksbank Lauterbach-Schlitz ziehen positive Jahresbilanz

Die Bilanzsumme stieg um 10,5 Prozent, die Einlagen wuchsen um fünf Prozent und bei den Krediten können sie Volksbanker auf ein Plus von 10,7 Prozent verweisen. Beim Eigenkapital hat man mit 84 Millionen drei Millionen Euro mehr zur Verfügung als 2019. Für jeden Euro, den die Volksbank verdient hat, musste sie lediglich 56 Cent aufwenden, wie die Vorstände betonten, ein im Vergleich zu anderen Banken außerordentlich guter Wert.

Das gute Abschneiden der Volksbank kommt in der Corona-Pandemie nicht von ungefähr. Im Bereich der Privatkundenberatung ist sie von der Seefelder Gesellschaft für Qualitätsprüfung als „Beste Bank vor Ort“ ausgezeichnet worden.

Die guten Geschäftszahlen sind nach Lautenschlägers Angaben auf die konsequente Beachtung der Kosten zurückzuführen. Aber auch im Wertpapiergeschäft konnte die Volksbank Lauterbach-Schlitz punkten. Insgesamt rentiere sich die Zusammenarbeit mit anderen Banken in der genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

Hier könne man auf ein Kundenvolumen von 1,15 Milliarden Euro blicken, rund 90 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Und auch das Immobiliengeschäft mit der Vermietung bankeigener Räumlichkeiten lohne sich zunehmend. Das Portefeuille an Immobilien liege bei 35 Millionen Euro.

In Zahlen

Bilanzsumme: 653 Mio. Euro (2019: 591 Mio. Euro)

Bilanzgewinn: 1,2 Mio. Euro (1,2 Mio.)

Kundeneinlagen: 398 Mio. (379 Mio.)

Kundenkredite: 342 Mio. (309 Mio.)

Mitglieder: 9228 (356 Neuzugänge)

Mitarbeiter: 87 (86)

Geschäftsstellen: 5 stationär, 2 SB-Stellen

Natürlich war auch die Digitalisierung im Corona-Jahr 2020 ein wichtiges Thema. „Die Corona-Pandemie soll als Chance gesehen werden, die Digitalisierung im Haus voranzutreiben“, erklärte Schagerl. Passiert ist einiges: Die Online-Geschäftsstelle der Volksbank Lauterbach-Schlitz werde ständig in Funktionalität und Optik weiterentwickelt und um innovative Neuerungen ergänzt.

Zum Jahresende werden 7909 Konten (+ 6,76 Prozent) mit einem Anlagevolumen von 139,1 Mio. Euro (+ 23,63 Prozent) geführt. 30 Prozent der Mitarbeiter hätten im Homeoffice arbeiten können. Und auch Kundenveranstaltungen wie ein Infoabend mit dem Börsenexperten Markus Gürne wurden digital veranstaltet. Und sogar der Weltspartag lief digital ab.

Digitalisierung wegen Corona-Pandemie: Volksbank will dennoch nah an der Region bleiben

Trotzdem will die Volksbank nah an der Region bleiben, wofür ein Marktplatz mit regionalen Produkten in der Volksbankzentrale Lauterbach stehen soll. Mit 56.000 Euro Vereinsförderung sei die Volksbank das in dieser Hinsicht führende Kredithaus in der Region.

Die schwierige Wirtschaftslage ihrer mittelständischen Kunden ist den Bankern bewusst. „In Beratungsgesprächen mussten wir auch manchmal den Seelsorger spielen“, berichtet Lautenschläger. Deswegen habe man mit vielen Tilgungsaussetzungen gearbeitet, um in Not geratenen Kunden in der Corona-Pandemie zu helfen.

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