Die Vorstände der Volksbank Lauterbach-Schlitz, Alexander Schagerl (links) und Norbert Lautenschläger, sowie Marketingleiterin Kerstin Novy sind mit dem Geschäftsjahr 2015 zufrieden. / Foto: Walter Kreuzer

Volksbank weiter auf moderatem Wachstumskurs

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Lauterbach - „Die Zukunft wird spannend, wir haben aber eine gute Ausgangssituation und werden unsere Hausaufgaben machen“, gibt sich Alexander Schagerl zuversichtlich. Das Vorstandsmitglied der Volksbank Lauterbach-Schlitz und sein Kollege Norbert Lautenschläger berichteten während der Bilanz-Pressekonferenz von einem zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2015.

Von unserem Redaktionsmitglied Walter Kreuzer

Die Volksbank Lauterbach-Schlitz hat im vergangenen Jahr ihren moderaten Wachstumskurs fortgesetzt: Der Bilanzgewinn bewegt sich mit 1,2 Millionen Euro im Bereich des Vorjahres, bei der Bilanzsumme wurde erstmals die Marke von 500 Millionen Euro knapp übersprungen. Auch bei den Kundeneinlagen, der Online-Filiale sowie der Mitgliederentwicklung ist ein positiver Trend zu verzeichnen. Allerdings wurden zum Jahresende in Wallenrod und Landenhausen zwei Filialen geschlossen, „wobei wir Landenhausen mit Angersbach zu einer Geschäftsstelle zusammengelegt haben“ (Lautenschläger). In Angersbach wurde im August ein neuer Standort an der Bundesstraße 254 eingeweiht.

„Unser Cost-Income-Ratio liegt bei 49, der vergleichbarer Volksbanken bei 65. Diese Kennzahl bedeutet, dass wir für jeden eingenommenen Euro 49 Cent, andere Banken aber 65 Cent ausgeben. Wir liegen da also sehr gut“, freut sich Alexander Schagerl. Das positive Ergebnisse führen die beiden Bankvorstände nicht zuletzt auf die mehrfach zertifizierte hohe Beratungsqualität, die Kundenzufriedenheit sowie den großen Stellenwert von Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter zurück.

Allgemeine Aussichten eher kritisch

Für 2016 peilen Lautenschläger und Schagerl eine weitere Ausweitung des Marktanteils in ihrem Geschäftsbereich an, der weite Teile des Altkreises Lauterbach umfasst. Die allgemeinen Aussichten für die Finanzbranche sehen sie dagegen kritisch. Insbesondere das dauerhaft niedrige Zinsniveau und zunehmende Regulierung machen vielen Banken – insbesondere Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken – zunehmend zu schaffen. Schagerl sieht die Branche „zunehmend unter Druck“ und zitiert ein Studie, wonach in den kommenden Jahren ein Viertel bis ein Drittel der Volksbanken vom Markt verschwinden werden, falls das Zinsniveau nicht angehoben werde.

Das eigene Institut sehen die Manager der Volksbank Lauterbach-Schlitz gut aufgestellt. Mit sechs Prozent soll auch die Dividende auf dem Niveau der vergangenen Jahre bleiben. Norbert Lautenschläger warnt jedoch: „Wenn das Zinsniveau so bleibt, werden wir wohl mit der Dividende runtergehen müssen.“

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