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Zahl der Ausbildungsstellen im Vogelsbergkreis erneut gestiegen

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

VOGELSBERGKREIS - Im Vogelsbergkreis hat sich der bundesweite Trend auf dem Ausbildungsmarkt, niedrigere Bewerberzahlen und höhere Anzahl an gemeldeten Ausbildungsstellen, ebenfalls abgezeichnet.

Im Kreis wurden seit Oktober 2012 insgesamt 747 Jugendliche, die nach einer Ausbildungsstelle suchten, registriert. Dies ist ein Rückgang um 90 Jugendliche oder rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 44 junge Menschen waren zum Stichtag Ende September noch unversorgt.

Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 55 auf nun 656. Dies entspricht einem Anstieg um knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Berichtsjahresende waren noch 18 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, zu dem die Landkreise Wetterau, Vogelsberg und Gießen gehören, wurden seit September 2012 insgesamt 5354 Bewerber aufgenommen und beraten. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 355 Jugendliche.

Davon haben 2572 eine Berufsausbildung begonnen, 635 sich für den weiteren Schulbesuch und 145 für ein Studium entschieden. Eine Arbeitsstelle haben 216 Jugendliche angenommen. Der übrige Teil hat sich für "gemeinnützige Dienste" (zum Beispiel Bundesfreiwilligendienst) entschieden, ein berufsvorbereitendes Jahr oder Praktikum gestartet. Einige Jugendliche haben keine Angaben zum Verbleib gemacht.

Arbeitgeber meldeten von September 2012 bis Oktober diesen Jahres im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen insgesamt 3720 Ausbildungsstellen. Knapp zwei Drittel der Stellen wurden im Dienstleistungsbereich und knapp ein Drittel vom Handwerk gemeldet. Zum Stichtag am 30.09. waren noch 223 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Bis zum Ende des Berechnungszeitraums waren 353 junge Menschen noch unversorgt. In einer sogenannten Nachvermittlungs-Aktion haben diese Jugendlichen die Möglichkeit noch eine Ausbildung in diesem Jahr zu beginnen.

Zum Abschluss des Berufsberatungsjahres 2012/2013 sieht die Arbeitsagentur positive Entwicklungen aber auch einige Herausforderungen. "Der Anstieg bei den unversorgten Bewerbern steht im direkten Zusammenhang mit einer rückläufigen Zahl an gemeldeten Berufsausbildungsstellen", so Katharina Gruß, Geschäftsführerin für den Operativen Bereich bei der Arbeitsagentur Gießen. "Einige Arbeitgeber haben sich nicht für einen Auszubildenden entscheiden können und meldeten ihre Stelle wieder ab.

Andere haben uns im abgelaufenen Ausbildungsjahr gar keine Stelle gemeldet, weil sie zurückhaltend auf die wirtschaftliche Entwicklung reagiert haben. Daher möchten wir an alle Arbeitgeber appellieren ihre Ausbildungsstellen zu melden, alleine schon um den Fachkräftebedarf im eigenen Betrieb zukünftig decken zu können."

Hintergrund: Bei den genannten Zahlen handelt es sich um eine so genannte Geschäftsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Es werden nur Stellen und Bewerber erfasst, die bei der Arbeitsagentur, den Jobcentern (Wetterau und Gießen) sowie den Kreisjobcentern (Kommunale Vermittlungsagentur) gemeldet werden bzw. gemeldet sind. Der Stichtag ist jeweils der 30.09. eines Jahres. rsb

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