Kreisbrandinspektor Sven Holland stellte zusammen mit Landrat Manfred Görig (links) und Amtsleiter Siegfried Simon (rechts) sein Aufgabengebiet vor. Foto: Walter Kreuzer

Zukunft der Rettungswache Freiensteinau ist in der Schwebe

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Lauterbach - "In Freiensteinau und Grebenau haben wir seit Herbst 2012 zusätzliche Rettungswachen. Die Erfahrungen müssen wir auswerten und einen Entschluss fassen, wie es weiter geht", erklärte der Vogelsberger Landrat Manfred Görig (SPD) gestern während einer Pressekonferenz.

Im Mittelpunkt der Pressekonferenz stand Dr. Sven Holland. Der 37-Jährige ist seit Anfang des Jahres Kreisbrandinspektor und zudem Leiter des Sachgebiets Allgemeine Gefahrenabwehr in der Kreisverwaltung – und damit auch für den Katastrophenschutz, die Zentrale Leitstelle und den Rettungsdienst verantwortlich.

Letzterer wurde vom Kreis an die Arbeitsgemeinschaft der DRK-Kreisverbände delegiert, wird aber von Dr. Holland und seinen Mitarbeitern überwacht. "Wir müssen schauen, ob die Hilfsfristen eingehalten werden und wo Verbesserungsbedarf besteht", betonte in diesem Zusammenhang Manfred Görig, der Überlegungen andeutete, in Grebenhain einen Notarzt zu stationieren. "Wir prüfen auch, ob wir künftig häufiger den Rettungshubschrauber einsetzen. Zu diesem Thema hatten wir am Donnerstag ein gutes Gespräch mit der Luftrettung in Fulda", erklärte Siegfried Simon, der Leiter des Amtes für Aufsichts- und Ordnungsangelegenheiten, dem Dr. Hollands Sachgebiet zugeordnet ist.

Der neue Kreisbrandinspektor, der zuvor zwei Jahre lang die Werksfeuerwehr von Heraeus in Hanau leitete, ist studierter Chemiker und noch in der Einarbeitungsphase. "Es ist eine Mischung aus Personen und Abläufe kennen lernen und das Tagesgeschäft am Laufen zu halten. Und unvorhergesehene Einsätze gehören natürlich auch dazu", erläutert Dr. Holland. So war er vergangene Woche bei den beiden Bränden in Alsfeld erstmals als KBI gefordert.

Bei dieser Gelegenheit hat sich die Personalaufstockung in seinem Aufgabengebiet – dazu gehören fünf Sachbearbeiter und zwölf Mitarbeiter der Leitstelle – bereits ausgezahlt, wie Landrat Manfred Görig betonte. "Bei dem Brand in Alsfeld wusste niemand, wie sich die Lage entwickeln würde. Da hat sich die doppelte Besetzung der Leitstelle bewährt."

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