Knifflige Spiele, wie der Fröbelkran, standen auf dem Programm. / Foto: Sigi Stock

Zweite Runde für Sportnacht: Sechste Klasse übernachtet in der IGS-Halle

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Schlitz - Gesundes Essen, viel Bewegung und großer Spaß

Kurz vor den Weihnachtsferien fragte Sportlehrer Robin Göring die Klasse, ob sie zum Abschluss des ersten Halbjahres eine Sportnacht durchführen möchte. Die Reaktion der Schüler ließ keine zwei Meinungen zu. Die Schüler nahmen die Idee begeistert auf.

Die Klasse 6.1 wurde damit vor eine große Aufgabe gestellt, denn außer dem zeitlichen Rahmen wurde die inhaltliche Gestaltung komplett den Schülern überlassen. Das heißt, weder die Rezepte und Zutaten für das Abendessen und Frühstück noch den sportlichen Teil der Nacht gaben die Lehrkräfte vor. Um es vorwegzunehmen: Die Mädchen und Jungs machten es großartig.

Nachdem die Lehrkräfte Robin Göring, Alexander Dörr und Martina Mey die Klasse im Foyer der Dreifelderhalle in Empfang genommen hatte, wurde es sehr lebendig in der Schulküche. Schnippeln, braten, kneten, Tisch decken und aufräumen – es war jede Menge zu tun. Somit entstand ein reichhaltiges Abendessen, bestehend aus vegetarischen und fleischhaltigen Wraps sowie einer Obstplatte mit verschiedensten Spießen, die vor dem Schlafengehen in der Sporthalle „weggeputzt“ waren.

Der Sportlehrer und sein Huhn „Henriette“

Bevor die Sportnacht in der Halle beginnen konnte, verging nach dem Abendessen noch etwas Zeit, da die Sportvereine noch ihre Hallenzeiten nutzten. Daher fanden verschiedene Kooperationsspiele statt, an die die Kinder der Klasse bereits aus dem Sportunterricht gewohnt sind. Dieses Mal standen sie vor der Aufgabe, drei Holzblöcke mit Hilfe des Fröbelkrans übereinander zu stapeln.

Der Fröbelkran besteht aus 24 Seilen, sodass jeder Schüler ein Seil in der Hand hält und den Kran, an dem die Seile zusammenlaufen, mitbewegt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten meisterten die Schüler auch diese Aufgabe mit Bravour. Anschließend kam das beliebte Spielzeug Huhn „Henriette“ des Sportlehrers zum Vorschein und die Klasse versuchte ihre Strategien aus dem Sportunterricht zu optimieren.

Die Freude war groß, als es endlich Richtung Sporthalle ging. Schon zwei Wochen zuvor wurden im Rahmen des Sportunterrichts Gruppen eingeteilt, die sowohl die Aufbauten und die Abläufe als auch die Regeln und die Mannschaftswahlen der Spiele geplant hatten. Die Nacht startete mit dem Spiel „Fähnchen“, weiter ging es mit den Spielen „Ball unter der Bank“, „Biathlon“, „Ultimate Frisbee“ und „Brennball mit Hindernissen“.

Übernachtung in den Katakomben

Da die Schüler für nahezu jedes Spiel die gesamte Fläche der Dreifelderhalle nutzten, hatten es die Spiele in sich, was sich nicht zuletzt auch bei den Lehrkräften bemerkbar machte. Am Ende stand der Spaß im Vordergrund, und alle waren mit großem Eifer bei der Sache. Im Anschluss wurde das Großtrampolin und eine freie Turnfläche aufgebaut, sodass die Klasse unter Beaufsichtigung ihrer Lehrer ihrem sportlichen Können freien Lauf lassen konnten.

Nun wurden die Betten vorbereitet. Allerdings nicht direkt in der Sporthalle, sondern in den sich anschließenden Katakomben. Es entstand eine ganz eigene Atmosphäre, denn neben den aneinanderliegenden Matten mussten auch die Fluchtwege und die Wege zur Toilette berücksichtigt werden. Ecken wurden zu Schlafhöhlen und größere Flächen zu Liegewiesen. Diese Nacht wird die Klasse wohl nicht so schnell vergessen

Letzter Schultag für Robin Göring

Während des Frühstücks waren müde, aber vor allem glückliche Gesichter zu sehen. Nachdem die Küche aufgeräumt worden war, ging es zurück zur Sporthalle. Robin Göring, für den es durch die Beendigung seines Referendariats der letzte Schultag an der IGS war, bekam noch einmal den Dank aller Schüler ausgesprochen und zeigte sich sehr begeistert von dem Engagement der Schüler.

„Die Sportnacht hat noch einmal gezeigt und bestätigt, wie selbstständig und verantwortungsvoll die Klasse 6.1 arbeiten kann. Es macht großen Spaß, Lehrer einer solchen Klasse sein zu dürfen“, lautete sein abschließendes Fazit.

Die zweite Sportnacht an der Gesamtschule Schlitzerland bestätigte, dass Sport nicht immer nur den Leistungsgedanken berücksichtigt, sondern vielmehr das Zusammensein und Miteinander fördert. Nach der Klasse 6.2 bestätigte auch die Klasse 6.1, dass die Sportnacht eine gelungene Veranstaltung ist, die große Begeisterung hervorruft und an die sich alle Beteiligten lange zurückerinnern werden.

Das könnte Sie auch interessieren